Feuerwehr-Dassensen

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Feuerwehr Dassensen

Gruß aus dem JF-Zeltlager

Seit Samstag, den 22.07.2017, befindet sich die Jugendfeuerwehr aus Dassensen zusammen mit den Jugendfeuerwehren aus den Brandabschnitten Nord und Nord/Ost im Zeltlager in Goldenstedt bei Vechta. Nachdem die Kinder und Betreuer die ersten zwei Tage das schöne Wetter am See, direkt am Zeltplatz gelegen, genießen konnten, sind sie aktuell im Klimahaus in Bremerhaven unterwegs.
Die Daheimgeblieben schicken beste Grüße in den hohen Norden und wünschen für die kommenden Tage weiterhin bestes Wetter und viel Spaß.

 

Zugübung LZ 6

Am Samstag, den 01.07.2017, trafen sich die Kameraden des Löschzuges 6 (Rotenkirchen, Holtensen, Hullersen, Dassensen) um 14:00 zum zweiten Zugdienst in diesem Jahr. Nachdem vergangenes Jahr diese Zugdienste erstmals stattfanden und von allen Beteiligten als positiv bewertet wurden, entschied man sich die gemeinsamen Dienste auch dieses Jahr fortzuführen. Nachdem man sich Anfang des Jahres bereits zu einem Dienst mit dem Schwerpunkt „Digitalfunk“ getroffen hatte, stand nun eine komplette Einsatzübung aus der Bereitstellung auf dem Plan.

Nachdem alle Kräfte das Gerätehaus in Dassensen erreicht hatten und die Atemschutzgeräteträger, die bereits am Vormittag an einer Atemschutz-Fortbildung teilgenommen hatten, ihre Atemschutzgeräte wieder einsatzbereit gemacht hatten, wurde für die anstehende Übung ein Zugführer ausgewählt. Weiterhin wurden die einzelnen TSFs inkl. der Mannschaft gleichmäßig auf zwei Gruppenführer aufgeteilt. Um 14:20 meldet der Zugführer der Übungsleitung den Löschzug 6 einsatzbereit. Die Übungsleitung meldete dem Zug nun: „Brand eines landwirtschaftlich genutzten Anwesens, mehrere Personen vermisst – Dassenser Straße 1, Dassensen“ und beorderte den Zug in den Bereitstellungsraum Wasserfurche Ecke Dassenser Straße. Hier wartete bereits ein Einsatzleiter und schilderte dem Zugführer und den beiden Gruppenführern die Lage. Das Objekt wurde in zwei Einsatzabschnitte aufgeteilt. Den Einsatzabschnitt „Wohnhaus“ übernahm ein weiterer fiktiver Löschzug. Dem Löschzug 6 wurde der Einsatzabschnitt „Scheune“ mit den Aufgaben „Menschenrettung in der Scheune“ und „Riegelstellung zum Wohnhaus“ zur eigenständigen Abarbeitung zugeteilt. Der Zugführer teilte hierfür einen Gruppenführer zur Koordination des Innenangriffs und einen Gruppenführer für den Außenangriff ein.Nachdem begonnen wurde die Aufgaben zu bewältigen, stellte sich heraus, dass die Wasserversorgung schwieriger werden würde als ursprünglich angenommen. Es wurde entschieden die Riegelstellung erst einmal zu vernachlässigen und der Gruppenführer „Außenangriff“ bekam die Aufgabe mit allen Kräften die Wasserversorgung für den Innenangriff aufzubauen und sicherzustellen. Da parallel bekannt wurde, dass in der Scheune definitiv noch vier Personen wahrscheinlich auf mehreren Ebenen und Räumen vermisst werden, erkannte der Zugführer, dass seine eigenen Kräfte nicht ausreichen werden und forderte über den Einsatzleiter für seinen Abschnitt einen weiteren Löschzug für die Riegelstellung und als Atemschutzreserve nach.
Als die Wasserversorgung sichergestellt war, wurden die zwei schon bereitstehenden Atemschutztrupps direkt zur Menschenrettung und eventueller Brandbekämpfung in die Scheune geschickt. Schon nach kurzer Zeit wurden die ersten zwei Personen im EG der Scheune sowie einem kleinen Seitenanbau gefunden und ins Freie gebracht. Beim erneuten Vorgehen wurde ein Brandherd in der Scheune entdeckt. Hier blieb nun richtigerweise ein Trupp zurück und begann mit der Brandbekämpfung um eine Ausbreitung zu verhindern und somit die Eigengefährdung zu reduzieren. Der zweite Trupp setzte die Suche nach weiteren Vermissen fort und wurde in einem weiteren Seitenanbau fündig. Inzwischen wurde auch ein weiterer Atemschutztrupp ins Gebäude geschickt. Durch diese Verstärkung wurden dann auch die letzte Person im Obergeschoss gefunden und die letzten Glutnester abgelöscht. Nachdem die Übung beendet war, wurden die TSFs wieder einsatzbereit gemacht und am Gerätehaus eine Nachbesprechung der Übung durchgeführt.

Die Übungsleitung zeigte sich durchaus zufrieden mit den zuvor abgelieferten Leistungen. Nach dem Vorgehen der Atemschutztrupps wurden die Personen sehr zügig gefunden und auch die am Vormittag noch besprochenen Atemschutzgrundsätze funktionierten perfekt. Ebenfalls zeigten die vorangegangenen Zugdienste ihre Wirkung und in der Zusammenarbeit sowie dem Aufbau einer Führungsstruktur waren deutliche Verbesserungen erkennbar. Probleme bereitete wie schon angeführt, die Löschwasserversorgung. Da scheinbar ein Hydrant in der Nähe des Objektes zurückgebaut wurden war, mussten viele Kräfte für den zeitintensiven Aufbau der Wasserversorgung eingebunden werden. Diese Kameraden fehlten selbstverständlich in der Anfangsphase an anderer Stelle und die Menschenrettung verzögerte sich. Da den Feuerwehren des Löschzuges 6 kein Großfahrzeug mit Hilfsmitteln wie z.B. einem Wassertank oder Schlauchhaspeln zur schnellen Sicherstellung der Wasserversorgung zur Verfügung steht, zeigte sich wie wichtig ein gut ausgebautes Hydrantennetz in den Dörfern ist. Es soll die nächsten Wochen geprüft werden, weshalb der alte, deutlich nähere Hydrant zurück gebaut wurde.
Unabhängig des benötigten Kräfteansatzes für den Aufbau der Wasserversorgung
war die Personaleinteilung der Gruppenführer für weitere Aufgaben und die Fahrzeugaufstellung nicht in Gänze glücklich gewählt worden. Die gewonnen Erkenntnisse über die Defizite sollen noch dieses Jahr im Rahmen einer Ausbildung für die Führungskräfte besprochen und geübt werden.An der FTZ Einbeck wurden nun noch die Schläuche getauscht und der GW-N, der von der Ortsfeuerwehr Einbeck dankenswerterweise für den gesamten Tag zur Verfügung gestellt worden war, wieder einsatzbereit gemacht. Abgeschlossen wurde dieser erfolgreiche Ausbildungstag noch mit einem gemeinsamen Grillabend.
Alle Beteiligten freuen sich bereits auf den nächsten Zugdienst.



 

Atemschutz-Fortbildung 2017

Am Samstag, den 01.07.2017, trafen sich die Atemschutzgeräteträger des Löschzuges 6 (Rotenkirchen, Holtensen, Hullersen, Dassensen), wie schon im vergangenen Jahr, zu einer gemeinsamen Atemschutz-Fortbildung im Gerätehaus Dassensen. Auch dieses Mal wurde den neun Teilnehmern ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Gestartet wurde um 9:30 Uhr mit einer Theorieeinheit. Hier wurden im ersten Teil die allgemeinen Atemschutzgrundsätze wieder aufgefrischt sowie der Mayday-Funkspruch besprochen. Neben den Grundsätzen wie „truppweises Vorgehen“, „Einsatzkurzprüfung“, „Rückzugsicherung“ und vielen mehr, wurde besonderes Augenmerk auf die Wichtigkeit der korrekt angelegten Schutzkleidung gelegt. Im zweiten Teil wurde sich mit dem tödlichen Atemschutzunfall in Marne beschäftigt. Dank der sehr umfangreichen Aufarbeitung des Unfallgeschehens durch die HFUK Nord, konnten die Teilnehmer in Dassensen jene Abläufe, die am 06.12.2015 zu diesem tragischen Unglück führten, nachvollziehen. Nachdem die zeitliche Abfolge der Ereignisse klar war, erarbeiteten sich die Kameraden die möglichen Unfallursachen. Schnell wurde klar, dass hier mehrere Atemschutzgrundsätze der FwDV 7 missachtet wurden. Hier entstand sofort eine Diskussionsrunde und allen Beteiligten wurde klar, dass einige dieser Fehler im Einsatz- sowie dem Übungsdienst regelmäßig passieren. Somit wurde allen Anwesenden die Wichtigkeit der anfangs behandelten Atemschutzgrundsätze und deren regelmäßiger Auffrischung sowie die Bedeutung regelmäßiger Übungen umso deutlicher. Im Anschluss wurden die erarbeiteten Ergebnisse noch mit der Auswertung der HFUK Nord verglichen und vervollständigt.
Nach einer kurzen Pause ging es in die Praxis. Die Gruppe wurde geteilt und auf zwei Stationen aufgeteilt. Später wechselten die Gruppen. Bei einer Station fanden die Kameraden zwei Schlauchleitungen vor, die kreuz und quer über verschiedenste Hindernisse durch die Fahrzeughalle bis ins Freie führten. Hier wurden zwei Trupps gleichzeitig an je einer Schlauchleitung unter Nullsicht vorgeschickt. Ziel war nun für beide Trupps das Ende ihrer zugeteilten Schlauchleitung zu erreichen ohne sich untereinander zu verlieren oder mit dem ander
en Trupp zu vermischen. Bei der zweiten Station ging es um das Thema Atemschutznotfall und den Sicherheitstrupp. Nach einem kurzen theoretischen Teil wurde das Auffinden eines verunfallten Trupps durchgespielt. Nach einem festen Ablaufschema mussten die Teilnehmer verschiedene Szenarien abarbeiten. Hier ging es zum Einen darum lebensgefährliche Situationen für den Verunfallten bzw. sich selbst zu erkennen und eine Sofortrettung durchzuführen, aber auch um die schnelle- / schonende Rettung und die damit verbundene Aufrechterhaltung der Atemluftversorgung. Auch verschiedene Techniken um einen Verunfallten kräftesparend sowie der Situation angepasst zu retten wurden gezeigt und geübt.

Um 13:30 war die Ausbildungseinheit beendet. Alle Beteiligten zeigten sich zufrieden und stärkten sich gemeinsam mit belegten Brötchen für die im Anschluss folgende Einsatzübung mit den weiteren Kräften des Löschzuges.

Ein Dank gilt allen Beteiligten, die diese Ausbildungsveranstaltung unterstützt haben.